Die Reben

Dank der 25-jährigen Erfahrung im Biorebbau ist BIOCAVE heute in der Lage, Ihnen die grösste Palette an Walliser Bioweinen anzubieten. Alle Trauben und Weine werden nach den strengen Richtlinien der Bio Suisse angebaut und gekeltert. Das heisst, dass wir konsequent auf chemisch-synthetische Produkte verzichten. Häufig wird uns folgende Frage gestellt: „ Ja dann müsst ihr eure Reben nicht spritzen?" Darauf antworten wir, dass wir unsere Reben auch schützen müssen. Wir tun dies allerdings mit natürlichen Mitteln wie Pflanzenextrakte von Brennesseln und Schachtelhalm, Tonerdemehle, Schwefel und, wenn nötig, Kupfer. Dank dem aussergewöhnlichen Klima im Mittelwallis erziehlen wir mit diesen Verfahren sehr gute Ergebnisse.

 

Unsere 16 Parzellen sind auf 8 verschiedene Gemeinden zwischen Conthey und Leuk verteilt. Die Höhen variieren zwischen 450 und 700 m. Diese grosse Vielfalt an topografischen Lagen findet man in den Weinen wieder. Die Traubensorte werden an Boden, Ausrichtung und Höhe der Parzellen angepasst. All unsere Parzellen, welche zu 100% begrünt sind (keinen Einsatz von Herbiziden), weisen eine grosse Biodiversität auf. Insgesamt bewirtschaften wir 3 ha Reben.

 

 

Auch bei dem eher trockenen Klima im Mittelwallis, wird die Begrünung zwischen den Rebstöcken immer wachsen und kann somit, an gewissen Orten, eine Konkurrenz für die Reben darstellen. Um die Auswirkungen eines Wassermangels auf die Qualität der Weine so klein wie möglich zu halten, bemühen wir uns, die Begrünung während der Vegetationszeit der Rebe (von April bis September) kurz zu halten. Dafür wenden wir je nach Jahreszeit verschiedene Techniken (oberflächliche Bodenbearbeitung, Mulchen), und dies alternierend, an. Das heisst, dass wir in einem ersten Durchgang nur jede zweite Linie bearbeiten. In einem nächsten Durchgang, 2 bis 3 Wochen später, die dazwischenliegenden Linien. So können die Pflanzen immer auf der Hälfte der Fläche blühen und die Fauna findet einen passenden Lebensraum.

 

 

Im Herbst 2014 haben wir am Rand von einigen unserer Parzellen, in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Vogelwarte, diverse Büsche und Sträucher gepflanzt. Das Ziel ist es, Lebensräume für gewisse Vogelarten wie den Ammer (auf Französisch OrtolanEmberiza hortulana), die Dorngrasmücke (auf Französisch, FauvetteSylvia communis) oder die Heidelerche (auf Französisch AlouetteLullula arborea) zu schaffen. Diese 10 bis 15 Zentimeter grossen Vögel haben eines gemeinsam: ihre Nistplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe von kultiviertem Land. Diese Arten haben in den letzten Jahrzehnten stark unter der Intensivierung der Landwirtschaft gelitten. In dieser Zeit wurden viele Sträucher, Brachen und andere Nistplätze zerstört.

Bei dieser Aktion haben wir Sträucher wie die Strauchkronwicke (Coronilla emerus), den Perückenstrauch (Cotinus coggygria) und den Gelben Blasenstrauch (Colutea arborescens) gepflanzt.

 

 

All diese Vogelarten befinden sich leider auf der roten Liste der bedrohten Tierarten. Um ein Zeichen zu setzten und vielleicht den Einten oder Anderen auf die Problematik aufmerksam zu machen, haben wir uns entschieden, unsere neue Linie „Nos Oiseaux des vignes“ zu taufen.

Genauere Beschreibungen dieser drei Vogelarten finden Sie auf der Seite der Schweizerische Vogelwarte. Dieser Schritt mag vielleicht klein und bescheiden erscheinen. Er entspricht allerdings voll und ganz unserer Philosophie eines nachhaltigen und respektvollen Rebbaus.